Fakten
Paragliding, in Deutschland auch Gleitschirmfliegen genannt, hat seit Mitte der 80er Jahre eine schnell wachsende Zahl begeisterter Anhänger gefunden. Alleine in Deutschland gibt es zurzeit über zwanzigtausend lizenzierte Piloten. Das Durchschnittsalter liegt bei 38 Jahren, etwa 10% sind Fliegerinnen. Spielerisch einfach und unbelastet von schweren Gerätschaften üben die Gleitschirmflieger Ihren Sport aus.
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Der Gleitschirm ist eine geniale Konstruktion, die ohne starre Bauteile auskommt. Die gesamte Flugausrüstung passt in einen Rucksack und wiegt im Normalfall 15 kg. Leichtbauvarianten kommen mit weniger als 10kg aus. Vor dem Start wird der Schirm mit Luft gefüllt und erhält so seine aerodynamisch wirksame Tragflächenform. Sie wird während des Fluges durch den Staudruck aufrechterhalten. Durch technische Verbesserungen ist die Leistungsfähigkeit und Stabilität moderner Schirme enorm gesteigert worden. Für die nötige Sicherheit sorgen hohe Anforderungen bei der Gerätezulassung. Diese ist vom Gesetzgeber ebenso vorgeschrieben wie eine gründliche Ausbildung. |
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Ein Gleitschirmflug ist schnell beschrieben: Die Startvor- bereitungen nehmen nur ein paar Minuten in Anspruch. Gestartet wir meist an freien Bergflanken mit wenigen Schritten Anlauf. Aber auch im Flachland steigen Gleitschirme mit Hilfe von speziellen Schleppwinden in die Lüfte. Während des Fluges sitzt der Pilot bequem in seinem Gurtzeug. Er ist über Tragegurte, die sich in viele dünnere Leinen verzweigen, mit der eigentlichen Tragfläche verbunden. Gesteuert wird der Gleitschirm mit den Händen über die Steuerleinen. Stundenlange und genussvolle Flüge sind für jeden Hobbypiloten realisierbar. Zur Landung bremst der Pilot den Schirm vollständig ab und setzt sanft auf seinen Füßen auf. |
Die Ausbildung zum Piloten ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist dreistufig und dauert insgesamt drei Wochen. In der ersten Stufe, dem Grundkurs erlernen Sie bei 20 kleinen Übungs- flügen die elementare Abläufe um zu Starten, zu Steuern und wieder zu Landen. In der zweiten Stufe, dem D-Scheinkurs, wird die Flughöhe schrittweise gesteigert. Flugmanöver, die Sie für den sicheren Umgang mit ihrem Gerät benötigen, werden gezielt einstudiert. Mit Dem D-Schein dürfen Sie in den Schulungsgeländen bereits selbstständige Höhenflüge durchführen. |
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In der dritten Stufe, dem A-Scheinkurs, werden Sie auf die Prüfung zum Luftfahrerschein vorbereitet. Mit dem international anerkannten Luftfahrerschein dürfen Sie in dafür zugelassenen Geländen starten und landen. Die Zulassung erteilt der Deutsche Hängegleiterverband e.V., das ist die Interessenvertretung der deutschen Drachen- und Gleitschirmflieger. Weit über 1000 Gelände sind bereits zugelassen und bieten ausreichende Möglichkeiten zum Fliegen. |
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